Die Wörther wissen, „wie Fasching geht“

WÖRTH.„Einfach toll, wie fulminant unsere Garden wieder das Tanzbein schwingen“, sagte Heinz Maier, sichtlich stolz auf die Tänzerinnen und ihre Trainerinnen. In der Tat hat sich das harte Training, mit dem sich die Gardemädchen schon im Sommer abplagen, gelohnt. Von den Bambinis bis zur großen Garde, alle erhielten tosenden Applaus und Anfeuerungsrufe aus dem Publikum. Mit ihren Hebefiguren, Sprüngen und Spagaten sorgten sie für Begeisterung im voll besetzten Saal des Rosenhofs.

Das Gleiche gilt für Funkenmariechen Julia Pehl, die bei ihrem Soloauftritt glänzte. Einen besonderen Höhepunkt, den es so nicht alle Jahre gibt, bildeten die „Keemeleers“, die aus Maastricht angereist waren, um gemeinsam mit der Narradonia den Fasching gebührend zu feiern.

Gerd van Rens, der bereits mehrfach in der kleinen Donaustadt zu Gast war, berichtete von der Entstehungsgeschichte der Freundschaft: „Unser Faschingskamerad Hermann van den Molen hat in diesem Jahr seine 44-jährige Mitgliedschaft bei uns gefeiert“, sagte er. „Er wollte etwas Außergewöhnliches unternehmen.

Da haben wir uns entschlossen, nach Wörth zu kommen.“ Zum Dank für die Gastfreundschaft und als Zeichen der Anerkennung für den wunderbaren Hof- und Staatsball hatten sie einige Faschingsorden im Gepäck. Ihr Faschingsprinz Aegidius 67. überreichte sie feierlich an die beiden Prinzenpaare, an Heinz Maier und die Schriftführerin Bettina Dums.

Natürlich durfte auch eine zünftige Show-Einlage der Gäste nicht fehlen. Den Anfang machten die drei Tenöre, die sich herrlich in alle Richtungen verbogen und mit ihrer opulenten Gestik und Mimik den Rosenhof zum Beben brachten. Zu späterer Stunde folgte noch die Schlagerparade der Keemeleers. Sie ließen die größten Hits des Genres hochleben. Als Heino, Peter Maffay, Udo Jürgens, Gitte Haenning oder Wolfgang Petry verkleidet verzückten sie die Narren. Dass Text und Musik aus den Lautsprechern kam, machten die Holländer mit Herzblut und Inbrunst wett.

Nach diesem fulminanten Auftritt konnten sich die Gastgeber nicht lumpen lassen, denn auch sie wissen, wie man es krachen lässt. Ein zünftiges Männerballett, brachte eine Tanzeinlage auf die Tanzfläche, die das Prädikat sehenswert verdient. Als Figuren aus dem Dschungelbuch verkleidet wirbelten die Jungs über die Tanzfläche.

„Die Wörther Narradonia hat es wieder glänzend hinbekommen und einen perfekten Hof- und Staatsball auf die Beine gestellt. Wir aus Neutraubling kommen immer gerne vorbei und genießen die Gaudi“, sagte Anton Stadler von der Faschingsgesellschaft Saturnalia.

 

Quelle: Mittelbayerische Zeitung vom 16.01.2017

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