Mit neuem Prinzenpaar in die 26. Saison

von Josef Raith, Donaupost

Am 11. 11. schlägt für „Frohsinn“ wieder die Stunde – Auftrittsvolumen wird immer schmäler

Das Team ist startklar. Nur noch wenige Tage trennen die Faschingsgesellschaft vom Einstieg in die Saison Nummer 26, die - wie gewohnt - am 11. 11. mit der Inthronisationsfeier eröffnet wird. Im Bürgerhaus wird der Präsident das neue Prinzenpaar vorstellen, das mit seiner Gefolgschaft in der fünften Jahreszeit für stimmungsvolle Stunden sorgen will. Sofern die handelnden Akteure können. Nach den Erkenntnissen von Heinz Maier zeichnet sich nämlich ein Trend ab, der ihm sehr zu denken gibt: "Wie es momentan aussieht, wird es mit Ausnahme des Weiberfaschings am Unsinnigen Donnerstag in Wörth keinen weiteren Faschingsball eines Vereins geben."

Prinz Karneval fällt es in der Stadt offenbar immer schwerer, die Menschen zu mobilisieren und zu motivieren. Ist Fasching in Wörth bald nur noch eine schöne Erinnerung? "Wenn es die Narradonia als treibende Kraft nicht gäbe, dann würde der Fasching in Wörth wohl ausfallen", deutete Heinz Maier die Zeichen der Zeit, die für seine Gemeinschaft schon Auswirkungen hat. "Uns brechen die Auftritte weg. Mehr als zehn Buchungen werden es diesmal kaum werden", befürchtet das Oberhaupt der Organisation im Hinblick auf eine denkbar kurze Runde, die nur fünf Wochen umfasst und schon Mitte Februar wieder ihren Abschluss finden wird. "Es wird schwierig, finanziell über die Runden zu kommen", verdeutlicht der 60-jährige Kapitän des Kollektivs die logische Folge dieser Entwicklung. Der Fasching verbindet sich eben nicht nur mit Einnahmen. Orden, die wiederum Bernd Schweiger in Abstimmung mit dem Präsidium gestaltet hat, Gema, Kostüme und anderes Equipment kosten auch viel Geld, das erst erwirtschaftet sein will.

Gut 50 Akteure im Team

Allerdings gibt es auch immer wieder Erfahrungen und Erfolgserlebnisse, die Mut machen. Wie am Sonntag. Kurz vor 19 Uhr bekam er die gute Nachricht, dass am Sonntag, 11. November, bei der Inthronisationsfeier um 15 Uhr im Bürgerhaus ein neues Prinzenpaar in sein Amt eingeführt werden kann. Die beiden Repräsentanten werden wieder ein Aktionspersonal anführen, das aus gut 50 Mädchen und Buben, Frauen und Männern besteht, das mit vereinten Kräften den Resonanzboden verstärken und das Interesse am Erlebnis Fasching wecken möchte.

"Sehr schade..."

Auf diese Truppe lässt Heinz Maier wirklich nichts kommen. Das große Engagement und die spürbare Leidenschaft, die jedes einzelne Mitglied des Ensembles einbringt, die Bereitschaft und der Ehrgeiz, den Verein und die tollen Tage mit Leben zu erfüllen, ringen ihm Respekt ab. Diese Achtung verdienen sich insbesondere die Trainerinnen und Betreuerinnen, die sich schon seit Monaten um ein ansprechendes Programm bemühen. Angelika und Carina Schwesinger üben mit den sieben Mädchen im Bambini-Bund, die acht Kinder finden sich in der Obhut von Daniela Weig und Martina Rossmeier, die zehn Jugendlichen bereiten sich mit Julia Rösch und Jasmin Bamberg auf die kommenden Aufgaben vor und die zehn Tänzerinnen in der großen Garde mit Victoria und Bettina Dums.

Ein kleiner Wermutstropfen: Für den kleinen Hofstaat hat sich wie schon im Vorjahr kein Prinzenpaar gefunden. "Das ist zwar sehr schade, aber leider nicht zu ändern", stellt Heinz Maier fest, wenngleich er die Hoffnung auf die Besetzung dieser Ehrenämter noch nicht aufgegeben hat. Für jeden Hinweis wäre er dankbar. Auch Vereine, die ihre Faschingsfeste mit der Wörther Gesellschaft verbringen möchten, können sich unter Telefon 30 67 gerne an ihn wenden. Diese Empfehlung gilt nicht zuletzt für dynamische Herren, die sich dem Elferrat anschließen möchten. Verstärkung könnten Zeremonienmeister Christian Limmer, Ernst Lischke, Martin Mader & Co. jedenfalls gut gebrauchen.

Mit einem Fragezeichen versieht der Präsident die Belebung des Männerballetts. "Es gibt Bemühungen", weiß der Präsident, der bei der Monatsversammlung am Montag um 19.30 Uhr im Rathauscafé die Vorschau auf die Aktivitäten in den Mittelpunkt stellen wird. Die wichtigsten Eintragungen im Terminplan sind der Hof- und Staatsball am 5. Januar im Rosenhof, wobei "Die drei Letters" die Gäste durch einen unterhaltsamen Abend begleiten werden, der Schläferball am 26. Januar mit den "Otterbachtalern" im Rosenhof und vor allem die fünfte Prunksitzung am 10. Februar in der Turnhalle. Zusagen von der Stadtkapelle, den Käferfreunden und der Kolping-Theaterbühne liegen Heinz Maier schon vor, der sich über weitere Beiträge zur Programmgestaltung freuen würde.

Gründung vor 25 Jahren

Und da wäre noch der 25. Geburtstag. Im April 1987 hatte eine entschlossene Gruppe rund um Anton Rothfischer im Gasthaus Schifferl den Grundstein für die Reaktivierung eines Verbandes gelegt, der in den folgenden Jahren zu einer starken Einheit geworden ist, der viel bewegt hat und in der ganzen Region Aufmerksamkeit fand. Aus dem Burschenverein "Frohsinn Concordia" wurde "Frohsinn Narradonia".

Einen eigenen Ehrenabend wird es, wie der Präsident bestätigte, nicht geben. Eingebunden wird der Geburtstag in das Rahmenprogramm des Hof- und Staatsballs, zu dem alle bisherigen Prinzenpaare eingeladen werden.

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