Eine Faschingsfeier mit Teams voller Tatendrang

Lebensfreude live und viel Frohsinn beim 14. Grand Prix der Gesellschaft – Geschätzte 3 000 Besucher in den Straßen der Stadt – 30 Formationen mit Pauken und Trompeten auf Achse

Wörth. (jr) Lebensfreude live und Frohsinn auf Schritt und Tritt! Die Fangemeinde des Faschings legte sich am Sonntag beim 14. Grand Prix der Gesellschaft mit dem Harlekin im Banner richtig ins Zeug. Voller Tatendrang waren die kreativen Baumeister der bemerkenswerten Bimmelbahn, die ganz langsam, laut und zielsicher durch das Zentrum der Stadt zuckelte. 30 gesellige Formationen, samt und sonders auf Jubel und Trubel eingestellt, waren mit und ohne Fahrzeug auf Achse. Das erstklassige Ereignis kam auch an. Geschätzte 3 000 staunende Zuschauer begleiteten den Ablauf der ansprechenden Aktion aufmerksam und mit anerkennendem Applaus.


Ois easy! Ganz locker, leicht, leger und entspannt gingen die Formationen mit dem Faible für Frohsinn in der Donaustraße in Startposition, um sich vereint in das Fahrwasser der Faschingsgesellschaft zu begeben. Der Nachmittag der „Narradonen“, federführend und vorzüglich vorbereitet von Magistrat-Master Anton Rothfischer, stand von Anfang an unter einem guten Stern. Frohe Gäste aus nah und fern, die den Spaß an der Freude schätzen und für eine stattliche Kulisse sorgen, eine unbeschwerte Atmosphäre und ein Stimmungsbarometer auf Heiterkeitshoch, dazu - worauf es immer ankommt - ein wunderbares Winterwetter, sind eben immer die Garanten für gutes Gelingen, die Zutaten für ein faszinierendes Fest und ein eindrucksvolles Erlebnis.


Pro Polder . . . ?
Der Faschingszug war ein Volltreffer, eine großartige Gala mit bemerkenswerten Beiträgen. Stichhaltige Standpunkte zu den Themen, die in Wörth auf der Tagesordnung stehen, haben die Teilnehmer an der Tour wahrlich genug gesammelt. Pro Polder sind plötzlich die Oberachdorfer Feuerwehrleute. Sie sehen den Wassermassen in den Fluren deshalb protestlos entgegen, weil sie sich erhebliche Einnahmequellen erhoffen. Tauchkurse, Kreuzfahrten zu den Biberburgen. Warum auch nicht.
Mit der „MS“ Polder waren die Kiefenholzer Kameraden unterwegs, die zuversichtlich in die Zukunft blicken: „Ist der Polderbau erledigt, wird Kiefenholz bald zu Venedig.“ Die „Klein-Venediger“ vom Stamm der Stadtkapelle leisten ihnen mit Steuermann Harald Leiderer und einem umsichtigen Bootsmaat schon mal musikalisch Beistand. Spielend auf Achse waren bei dieser respektablen Regatta auch noch die Schlumpfgermanen der „Filobau“-Vereinigung und der Jungbläser samt Kapell-Kapitän Georg Kulzer und die tadellosen Tonmeister aus Tegernheim. Im Schlepptau der Faschingsfähren befanden sich auch die wackeren Wikinger von der Spielvereinigung Hofdorf-Kiefenholz, die schiedlich-friedlich im Kielwasser des Karnevals schipperten. Dem beachtlichen Beispiel folgte auch gerne die Piraten-Partei, die dem versammelten Volk eine Vorstellung vom Fluch der Karibik verschafften.


Fabelhafte Wesen
In den Erwartungen von Wassermassen und Stauflächen brachte die originelle OGV-Organisation ihre schwimmenden Gärten in Sicherheit, zumal die durchaus einmal den Wert eines Weltwunders bekommen könnten. In die Welt der Fantasie begaben sich auch die Friesheimer, die in dieser Saison das Märchenfieber erwischt hat. Mit fabelhaften Wesen waren die „Schloudhexn“ aus Regensburg vertreten und die Tiefenthaler, die mit ihren heiteren Hexen das Publikum bezauberten. Auf die Ballkünste á la Brasil freuen sich schon die Sportfreunde, die bei der guten Gelegenheit auch gleich Informationsdefizite behoben. TSV steht für „Traumkörper Spitzenmäßig Verpackt!“
An der Rundfahrt durch Wörth, die ein BRK-Bund und die Stützpunktwehr optimal absicherten, beteiligten sich nicht zuletzt die KLJB, der Burschenverein Niederachdorf-Hofdorf, der den „Helden der Kindheit“ die gebührende Ehre erwies, Abordnungen der „Saturnalia“ Neutraubling, der „Narrhalla“ Haselmühl-Amberg-Kümmersbruck und der ungarischen Partnerstadt Örkeny mit Bürgermeister Istvan Kovacs an der Spitze. Eher unscheinbar im Hintergrund blieb Regisseur Anton Rothfischer, der mit seiner kunterbunten Schleife am Hemdkragen beinahe nicht erkannt worden wäre. Sein Platz befand sich am Prunkwagen, der von Präsident Heinz Maier am Rathausbalkon, wo dieser die Inszenierung moderierend begleitete.
Nach den stimmungsvollen Stunden in den Straßen der Stadt zog sich die Gemeinschaft zur Fortsetzung der Feierstunden in den Rosenhof zurück.

(Quelle: Donau-Post vom 03.03.2014)

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